Fluide Archive
Eine perfomative Spurensuche rund um die (post )koloniale Geschichte des Baakenhafens in der Hamburger HafenCity
„Fluide Archive“ ist ein performatives Bildungsprojekt, das Schüler*innen die Möglichkeit gibt, künstlerische Ausdrucksformen zu erproben und sich mit gesellschaftlich-politischen Themen auseinanderzusetzen. Im Fokus steht die (post-)koloniale Geschichte des Baakenhafens in der Hamburger HafenCity, der sich in unmittelbarer Nähe der Schule Campus HafenCity befindet. So können die Schüler*innen direkt mit ihrem eigenen Lebensumfeld arbeiten und den Stadtraum als Ausgangspunkt für Forschung, kreative Interventionen und performative Formate nutzen. Die inhaltliche Vorbereitung erfolgt in Einzelterminen mit Lehrkräften und Künstler*innen. In einer verdichteten Projektwoche setzen die Schüler*innen ihre Ideen praxisnah um: Sie recherchieren historische Quellen, entwickeln performative, dokumentarische und installative Formate und gestalten Interventionen im öffentlichen Raum. Dabei lernen sie, die Stadt als Bühne zu begreifen – sowohl als Ort städtischer Konflikte als auch als konkreten Spielort für kreative Experimente. Zentral ist die partizipative Mitbestimmung: Die Schüler*innen wählen aus einem Methodenpool, welche Formate sie vertieft bearbeiten möchten, und gestalten eigene performative Formate, Gestenchoreografien oder Kartenprojekte. Die künstlerische Begleitung unterstützt sie dabei, komplexe gesellschaftliche Themen wie koloniale Vergangenheit, Machtstrukturen und Erinnerungskultur kreativ zu reflektieren. "Fluide Archive“ eröffnet den Jugendlichen neue Handlungsperspektiven, stärkt ihre Selbstwirksamkeit und vermittelt künstlerische Kompetenzen über den klassischen Unterricht hinaus. Gleichzeitig wird ein diskriminierungssensibler, gewaltfreier und machtkritischer Umgang gefördert, und die Schüler*innen werden aktiv in die Gestaltung ihres Lern- und Erfahrungsraums einbezogen.
Altersstufen: 10–14 Jahre 14+ Jahre
Art des Angebots: geschlossenes Projekt
Laufzeit: 01.01. – 01.01.1970
Kathrin Günther